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Der Eiffelturm
Author: admin
Wohl kein anderes Bauwerk verkörpert dermaßen dominant das Wahrzeichen einer Stadt wie der im Jahre 1889 eingeweihte Eiffelturm (la tour Eiffel) in der französischen Hauptstadt Paris. Er steht nicht allein für die Hauptstadt, sondern für ganz Frankreich. Er steht mitten im Zentrum von Paris an der Seine und ist mit einer Höhe von 300 m (plus 34 m Fernsehantenne) weithin sichtbar und war bis zum Jahre 1930 der Welt höchstes Bauwerk. Er wurde anlässlich der im Jahr seiner Einweihung stattfindenden Weltausstellung erbaut und erwies gleichzeitig dem 100 jährigen Jubiläum der französischen Revolution seine Referenz.
Der Turm ist eine von 2,5 Millionen Nieten zusammen gefügte ganzheitliche Stahlkonstruktion und war einmalig zu seiner Zeit. Es gab heftigen Widerstreit innerhalb der Pariser Bevölkerung und der Behörden was die Ästhetik dieses Bauwerkes betrifft und er erhielt den Beinamen „tragische Straßenlaterne“. Im Laufe der Jahre lernten ihn die Pariser jedoch zu lieben.
Die Kosten der Erbauung lagen mehr als 10 Prozent höher als veranschlagt, diese wurden aber nach nur einem Jahr bereits wieder zu 75 % durch die Eintrittszahlungen der Besucher erwirtschaftet. Bis heute konnte der Turm über 200 Millionen Besucher begrüßen.
Ursprünglich sollte der Turm nur 20 Jahre stehen bleiben und im Jahre 1909 wieder abgerissen werden. Mit der Entwicklung der Telegrafie erlangte er jedoch auch wirtschaftliche Bedeutung, abgesehen von den immensen Einnahmen von den Touristen. Zudem hatte er sich zum Wahrzeichen von Paris entwickelt und war aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken. Der Eiffelturm hat drei Plattformen für Besucher, von denen zwei mit Restaurants bestückt sind. Im Turnus von sieben Jahren bekommt er einen neuen Anstrich, der in den Jahrzehnten von ursprünglich rotbraun über ockergelb und kastanienbraun bis zum heutigen Bronzeton wechselte. Dabei werden die Farbschattierungen von der Basis bis zur Spitze hin immer heller. Der Eiffelturm wird nachts von außen und innen angestrahlt und zu jeder vollen Stunde sorgen zusätzlich installierte Lampen für einen attraktiven Glitzer Effekt. Wer den Turm besuchen möchte, wird sich allerdings zu jeder Tages- und Nachtzeit, sommers wie winters, mit einer riesigen Warteschlange konfrontiert sehen, die ihm den Zutritt für mindestens eine Stunde verwehrt.
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